Bericht von der Bergtour 2014 in das Karwendel

Liebe Bergfreunde,

die Bergtour 2014 in das Karwendel ist zu Ende. Sonntag abends gegen 20:30 Uhr kehrten alle 37 Teilnehmer gesund und zufrieden zurück. Obwohl man die diesjährige Bergtour treffend mit „Pleiten, Pech und Pannen“ umschreiben könnte.

Begonnen hat das Desaster damit, dass die Falken- und Lamsenjochhütte wegen der Gruppengröße keine Reservierungen annahmen. Die Umplanung führte dann zur Tour vom Karwendelhaus über das Hallerangerhaus zur Pfeishütte. Alle drei Hüttenwirte bestätigten den Reservierungswunsch.

Somit schien alles in Ordnung, aber weit gefehlt. Je näher der Zeitpunkt des Aufbruchs rückte, desto mehr häuften sich die eingehenden Absagen. Von ursprünglich 53 Teilnehmern sprangen 16 Aspiranten ab – acht davon erst in der letzten Woche. Aber am Donnerstag früh um 03:00 Uhr setzte sich dann der Omnibus Richtung Karwendel in Bewegung.

Der erste Tag ist immer gezeichnet durch die Müdigkeit wegen der frühen Abfahrt. Beim Aufstieg zum Karwendelhaus wählten deshalb die meisten Teilnehmer die direkte Route von Scharnitz durch das Karwendeltal. Zwölf Unentwegte trauten sich sogar den Aufstieg von Mittenwald über Hochlandhütte, Wörnersattel und Gjaidsteig zu.

Auf dem Karwendelhaus mussten wir dann zur Kenntnis nehmen, dass die geplante Route über den Schlauchkarsattel wegen des Neuschnees auf den Altschneefeldern zu gefährlich ist. Eine Alternative wäre der Abstieg durch das Karwendeltal und Aufstieg durch das Hinterautal gewesen – ein 35 km langer Hatscher auf alpinistisch uninteressanten Fahrstraßen.

Zum Glück konnten wir einen Hüttentaxi-Unternehmer gewinnen, der uns mit einer logistischen Meisterleistung einen Großteil dieses Fußmarsches ersparte, so dass der Nachmittag mit richtigen Bergtouren ausgefüllt werden konnte.

Am dritten Tag sahen wir erstmals ein paar Regentropfen. Doch das stellte kein Problem für den Übergang vom Karwendelhaus über Lafatscherjoch und Stempeljoch zur Pfeishütte dar. Eher schon ein paar zu querende Rinnen und ein zu passierendes Schneefeld auf dem Wilde-Bande-Steig sowie der steile 200 Hm Anstieg zum Stempeljoch.

Für den Abstieg nach Absam im Inntal wählten wir die Variante über das Kreuzjöchl hinab Richtung Thaurer Alm, gefolgt von einem Gegenanstieg über das Törl (Torsattel) hinab zu den Herrenhäuser und über St. Magdalena das Halltal auswärts zur Walderbrücke. Einige Gipfelstürmer würzten diese ohnehin anspruchsvolle Tour sogar noch mit eigenen Varianten.

Die Heimfahrt verzögerte sich somit etwas, aber um 14:00 Uhr setzte sich der Omnibus in Bewegung Richtung Kranzberg zur Einkehr. Als wir dort nach gewohnt schneller Abfertigung zur Heimfahrt aufbrechen wollten, signalisierte der Bordcomputer dem Busfahrer Probleme im Kühlsystem. Dies führte zu weiteren Verzögerungen, obwohl sich im Nachhinein der Kühlsystem-Alarm als Fehlmeldung herausstellte, und wir etwas später als geplant in Bamberg ankamen.

Zusammenfassend erlebten wir trotz einiger Probleme vier herrliche Tage im Karwendel. Die Stimmung am Abend auf den Hütten war bestens und die überwundenen alpinen Hinternisse auf den Tagesetappen werden noch längere Zeit in Erinnerung bleiben. Mir als Organisator machte es viel Freude, diese tolle Gruppe durch das Karwendel führen zu dürfen.

Euer "Bergschreck"-Nachfolger
Wolfgang

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